Sind Sie reif fürs digitale Apothekenzeitalter? Sind Sie reif fürs digitale Apothekenzeitalter?

Diese fünf goldenen Regeln sollten Sie unbedingt beachten, wenn Sie Newsletter, Facebook & Co. für Ihre Apotheke nutzen.

Die Digitalisierung ist da. Sie steht direkt vor uns und mit manchen flirtet sie ein bisschen, mit anderen ist sie längst per Du und wieder anderen spuckt sie ins Gesicht. Dass das digitale Zeitalter nicht nur Segen bringt, ist spätestens seit den Diskussionen über den Onlineversandhandel deutlich zu spüren. Doch bevor wir unsere Besucherin verteufeln und einfach wieder vor die Tür setzen, sollten wir uns einmal zu ihr aufs Sofa setzen, ein bisschen plaudern und schauen, was sie für uns tun kann.

Das Internet braucht Ihr Wissen

Wer nach Krankheitssymptomen und Therapiemöglichkeiten googelt, kann als Kunde in der Apotheke durchaus anstrengend sein. Denn die Fülle an Halb- und Falschwissen im Internet ist groß. Sie jedoch haben die nötigen Kenntnisse, um die Fragen des Patienten kompetent und richtig zu beantworten. Wenn der Kunde also im Internet danach sucht – können Sie auch dort zu einer verlässlichen Anlaufstelle für ihn werden.

Internetseiten, Newsletter, Blogs und selbst soziale Medien wie Facebook – viele digitale Kanäle sind geeignet, Ihr Wissen zu verbreiten. Welchen Weg Sie wählen, hängt von Ihren Vorlieben ab und davon, wen Sie bevorzugt ansprechen wollen. Für alle Kanäle aber gibt es einige grundlegende Punkte zu beachten.

Die fünf goldenen Regeln

1. Beachten Sie die Pflichtangaben
Für gewerbliche Internetangebote – und dazu gehören Apothekenseiten – gilt die Impressumspflicht nach dem Telemediengesetz TMG § 5. Das gilt auch für die Facebookseite Ihrer Apotheke! Ansonsten drohen empfindliche Strafen. Einen Leitfaden dazu gibt es auf den Seiten des Bundesjustizministeriums. Für den Onlineversand gelten darüber hinaus zusätzliche Regelungen, die beim Bundesverband Deutscher Versandapotheken nachzulesen sind.

2. Datenschutz geht vor!
Datenschutz ist für Sie in der Apotheke selbstverständlich. Doch im anonymen Internet werden manche leichtfertig. Daher eine Erinnerung: Veröffentlichen Sie keine patientenbezogenen Informationen. (Beispiel-)Geschichten im Blog u.Ä. dürfen niemals konkrete Daten enthalten. Außerdem ist für jede Internetpräsenz, bei der Daten einer Person erhoben werden (vom simplen Besuch einer Webseite mit Erfassung der IP-Adresse bis zur Newsletter-Anmeldung), eine Datenschutzerklärung Pflicht.

3. Beachten Sie das Urheberrecht
Gerade soziale Medien machen es uns einfach, Informationen zu veröffentlichen und Inhalte zu teilen. Aber nicht alles, was öffentlich im Netz zugänglich ist, ist gleichzeitig frei verwendbar. Prüfen Sie daher genau Ihre Quellen (und die Quellen Ihrer Quellen)! Bei Fotos von Personen (z.B. vom POS-Aktionstag) gilt: Sie dürfen diese nur veröffentlichen, wenn alle abgebildeten Personen der Nutzung zustimmen. Verwenden Sie Fotos Dritter, muss das Copyright des Fotografen bedacht werden. Und nicht alle erworbenen Nutzungsrechte gelten für alle Medien. Das ist z.B. dann wichtig, wenn Sie gedruckte Medien auch online zur Verfügung stellen wollen und umgekehrt.

4. Kennen Sie Ihre Zielgruppe
Auch wenn Sie die Kunden aus Ihrer Offizin gut kennen: Die Zielgruppen im Internet sind nicht deckungsgleich. Wen möchten und können Sie über welchen Kanal ansprechen? Wer besucht Ihre Webseite? Wer liest Ihren Blog? Mit wem kommunizieren Sie über Facebook? Und wer abonniert Ihren Newsletter? Sammeln Sie möglichst viele Informationen und beschreiben Sie Ihre Zielgruppen im Vorfeld. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Auswertung wie Google Analytics, die Facebook Statistiken und auch das Nutzerfeedback, um Ihre Inhalte zwischendurch zu überprüfen: Welche Themen werden gern gelesen? Welche Themen am meisten gesucht? Wann habe ich die meisten Leser? Mit diesem Wissen können Sie Ihre Inhalte optimieren und anpassen.

5. Bedenken Sie den Zeitaufwand
Eine gut aufgebaute Internetseite braucht vor allem am Anfang viel Zeit. Wie oft und wie viel Sie aktualisieren, hängt dann von Ihnen und den Inhalten der Seite ab. Ein Blog wiederum ist sehr zeitaufwändig, wenn er regelmäßig geführt werden soll – was wichtig ist, um in den Suchmaschinen Relevanz zu haben. Auch ein Newsletter benötigt Zeit. Facebook hingegen scheint ideal für ein paar schnelle Veröffentlichungen hier und da. Aber auch das geht nicht planlos: Was wollen Sie mitteilen? Wie wollen Sie auftreten? Wozu sollen Ihre Postings dienen? Und vergessen Sie bei allem nicht, dass Sie auch Zeit brauchen, um Kundenreaktionen zu beantworten.

Jetzt bleibt nur noch ein Punkt offen: Auch wir möchten wissen, was Sie am meisten interessiert. Über welche Themen möchten Sie hier gern etwas lesen? Womit können wir Ihnen im Apothekenalltag helfen? Über welche Kanäle kommunizieren Sie mit Ihren Kunden? Schreiben Sie uns im Kommentar!
Wir freuen uns darauf, Ihre Fragen zu beantworten.

Kommentare
Leo Gucker
22.10.2018 10:10

Hallo, danke für den Blog! Ich bin der Meinung, dass das richtige Wissen auch extrem wichtig ist. Im Internet gibt es zu viel Wissen, das einfach falsch ist. Ein Blog ist daher ratsam. Ich denke, dass ich demnächst einen Blog starten werde! http://www.metatron-apo.at/

Gustav Sucher
24.09.2018 09:09

Danke für die Inspiration! Ja, das Internet braucht das Wissen eines jeden Fachmanns! Es kursieren leider zu viele falsch Informationen im Internet von falschen Quellen. Oft wird sogar stille Post gespielt, ohne dass jemand davon merkt. Danke für die tollen Tipps! https://www.lebensquell.at

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